Das automatisierte Blocklager (rechts) des CTB arbeitet im Vergleich mit den Van-Carriern (kleine Geräte links im Bild) energieeffizienter und umweltschonender.

Weiter Stromaufwärts

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist ein Vorreiter der strom-basierten Mobilitätswende. Am Container Terminal Altenwerder setzt das Unternehmen seit vielen Jahren auf hocheffiziente Geräte, die mit Öko-Strom betrieben werden. Dieses Konzept wird schrittweise ausgeweitet.

Auch politisch gewinnt das Thema weiter an Gewicht: Beim Petersberger Klimadialog 2026 betonte Bundesumweltminister Carsten Schneider, er wolle das Thema Elektrifizierung in der internationalen Klimapolitik vorantreiben. Sie sei ein „globaler Megatrend“, mit „Märkten, die rasant wachsen“. Die HHLA hat diese Entwicklung früh erkannt und in eine langfristige Klimastrategie zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen übersetzt. Seit 2008 hat das europäische Logistikunternehmen seine spezifischen CO2-Emissionen auf den Hamburger Containerterminals bereits um 58,5% verringert. Wie das gelingen konnte? Vor allem durch elektrifizierte Anlagen und Prozesse, die mit bilanziell grünem Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Seit 2024 werden alle Hamburger HHLA-Standorte auf diese Weise versorgt. Einige der größten Geräte, zum Beispiel die mächtigen Containerbrücken an den Liegeplätzen, sind schon seit Jahrzehnten auf eine durchgängige Versorgung mit Strom über direkte elektrische Zuführungssysteme ausgelegt. Auch im Containerlager kommen zunehmend elektrische Lagerkransysteme (LKS) zum Einsatz, die dieselbetriebene Van-Carrier (VC) ersetzen.

Was auf dem CTA schon seit der Inbetriebnahme 2002 Standard ist, wird schrittweise auch auf dem Burchardkai (CTB) eingeführt. Dort hat die Einführung des Lagerkransystems nicht nur die Flächeneffizienz deutlich erhöht, sondern auch den Energieverbrauch gesenkt: Durch einen Vergleich der Startphase 2010 mit dem Jahr 2025 lässt sich das belegen: Bei vergleichbaren Umschlagszahlen konnten rund drei Millionen Liter Diesel eingespart werden – das entspricht rund 8.000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß.

Parallel ist auf dem CTB auch die Umstellung von den konventionellen VC auf autonom fahrende, batterie-elektrische Fahrzeuge (Automated Guided Vehicle - AGV) in vollem Gange. Beim Einsatz dieser Technologie gehört der Schwesterterminal, der HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA), weltweit zu den Vorreitern. Der Prototyp, der heute weltweit standardmäßig eingesetzten elektrischen AGV wurde ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller Gottwald für den CTA entwickelt. Seit 2023 fahren dort alle AGV mit batterie­elektrischem Antrieb. Dadurch konnte am CTA der Dieselverbrauch um bis zu 6 Millionen Liter Diesel verringert werden.

Batterie-AGV, die 2009 erstmals getestet wurden, sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch weniger störanfällig. Da Komponenten wie Dieselmotor, Generator, Gleichrichter und Motorsteuerung entfallen, ist der Wartungsaufwand deutlich geringer. Eine wichtige Kennziffer für technische Transportkonzepte ist der Gesamtwirkungsgrad. Er beschreibt, zu wieviel Prozent die eingesetzte Energie in Fortbewegung umgesetzt wird. Von etwa 25% für ein diesel-elektrisches AGV konnte er auf über 70% für ein batterie-elektrisches AGV verbessert werden. Hier wird das ökonomische Prinzip hinter der Mobilitätswende deutlich: Direkter Einsatz von Elektrizität ermöglicht höhere Effizienz!

Die batteriebetriebenen AGV (erstmals 2009 getestet) sind umweltfreundlicher und weniger störanfällig. Außerdem lassen sie sich viel einfacher warten und reparieren.

Die Umstellung auf E-Fahrzeuge hat auch die Arbeit in den Werkstätten sauberer und leiser gemacht. „Statt Ventile einzustellen und Fehler mit Intuition und Erfahrung zu suchen, messen wir heute Isolationswerte und werten Logfiles mit Diagnosetools aus“, beschreibt Teamleiter Sebastian Thiess den Wandel. Außerdem sei die neue Generation Lithium-Batterien (NMC-Zellen) leistungsfähiger und ein Batteriemanagement-System verhindere zuverlässig Unfälle.

Besonders in einem stadtnahen Hafen wie Hamburg bietet der Batterieantrieb noch weitere Vorteile. Es werden keine Schadstoffe wie CO2, Ruß und Stickoxide mehr ausgestoßen, gleichzeitig sinkt der Lärmpegel mit dem Wegfall von Verbrennungsmotoren deutlich. Das gilt ebenfalls für die große Flotte an Pkw und Kleintransportern, die bei der HHLA für den Transport von Mitarbeitenden und Besuchern eingesetzt wird. Sie besteht heute überwiegend aus E-Fahrzeugen.

Auf dem CTA prüft Teamleiter Sebastian Thiess eine batteriebetriebene Zugmaschine.

Während auch die vielgenutzten Zugmaschinen am CTA bereits mehrheitlich batterieelektrisch fahren, werden Hebezeuge mit Batterieantrieb derzeit noch auf verschiedenen HHLA-Terminals getestet. Die Umstellung auf strombetriebene Maschinen und Prozesse wird somit in mehreren Projekten weiter vorangetrieben. Auf HHLA-Konzernebene sollen die Scope 1 und Scope 2 Emissionen bis 2040 um mindestens 90% reduziert werden. Ein ambitioniertes, aber auch folgerichtiges Ziel das zum ökologischen Anspruch HHLA-Geschäftsmodells passt.

Während auch die vielgenutzten Zugmaschinen am CTA bereits mehrheitlich batterieelektrisch fahren, werden Hebezeuge mit Batterieantrieb derzeit noch auf verschiedenen HHLA-Terminals getestet. Die Umstellung auf strombetriebene Maschinen und Prozesse wird somit in mehreren Projekten weiter vorangetrieben. Auf HHLA-Konzernebene sollen die Scope 1 und Scope 2 Emissionen bis 2040 um mindestens 90% reduziert werden. Ein ambitioniertes, aber auch folgerichtiges Ziel das zum ökologischen Anspruch HHLA-Geschäftsmodells passt.

Auf dem CTA prüft Teamleiter Sebastian Thiess eine batteriebetriebene Zugmaschine.

Besonders in einem stadtnahen Hafen wie Hamburg bietet der Batterieantrieb noch weitere Vorteile. Es werden keine Schadstoffe wie CO2, Ruß und Stickoxide mehr ausgestoßen, gleichzeitig sinkt der Lärmpegel mit dem Wegfall von Verbrennungsmotoren deutlich. Das gilt ebenfalls für die große Flotte an Pkw und Kleintransportern, die bei der HHLA für den Transport von Mitarbeitenden und Besuchern eingesetzt wird. Sie besteht heute überwiegend aus E-Fahrzeugen.

Die Umstellung auf E-Fahrzeuge hat auch die Arbeit in den Werkstätten sauberer und leiser gemacht. „Statt Ventile einzustellen und Fehler mit Intuition und Erfahrung zu suchen, messen wir heute Isolationswerte und werten Logfiles mit Diagnosetools aus“, beschreibt Teamleiter Sebastian Thiess den Wandel. Außerdem sei die neue Generation Lithium-Batterien (NMC-Zellen) leistungsfähiger und ein Batteriemanagement-System verhindere zuverlässig Unfälle.

Die batteriebetriebenen AGV (erstmals 2009 getestet) sind umweltfreundlicher und weniger störanfällig. Außerdem lassen sie sich viel einfacher warten und reparieren.

Das automatisierte Blocklager (rechts) des CTB arbeitet im Vergleich mit den Van-Carriern (kleine Geräte links im Bild) energieeffizienter und umweltschonender.

Weiter Stromaufwärts

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist ein Vorreiter der strom-basierten Mobilitätswende. Am Container Terminal Altenwerder setzt das Unternehmen seit vielen Jahren auf hocheffiziente Geräte, die mit Öko-Strom betrieben werden. Dieses Konzept wird schrittweise ausgeweitet.

Auch politisch gewinnt das Thema weiter an Gewicht: Beim Petersberger Klimadialog 2026 betonte Bundesumweltminister Carsten Schneider, er wolle das Thema Elektrifizierung in der internationalen Klimapolitik vorantreiben. Sie sei ein „globaler Megatrend“, mit „Märkten, die rasant wachsen“. Die HHLA hat diese Entwicklung früh erkannt und in eine langfristige Klimastrategie zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen übersetzt. Seit 2008 hat das europäische Logistikunternehmen seine spezifischen CO2-Emissionen auf den Hamburger Containerterminals bereits um 58,5% verringert. Wie das gelingen konnte? Vor allem durch elektrifizierte Anlagen und Prozesse, die mit bilanziell grünem Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Seit 2024 werden alle Hamburger HHLA-Standorte auf diese Weise versorgt. Einige der größten Geräte, zum Beispiel die mächtigen Containerbrücken an den Liegeplätzen, sind schon seit Jahrzehnten auf eine durchgängige Versorgung mit Strom über direkte elektrische Zuführungssysteme ausgelegt. Auch im Containerlager kommen zunehmend elektrische Lagerkransysteme (LKS) zum Einsatz, die dieselbetriebene Van-Carrier (VC) ersetzen.

Was auf dem CTA schon seit der Inbetriebnahme 2002 Standard ist, wird schrittweise auch auf dem Burchardkai (CTB) eingeführt. Dort hat die Einführung des Lagerkransystems nicht nur die Flächeneffizienz deutlich erhöht, sondern auch den Energieverbrauch gesenkt: Durch einen Vergleich der Startphase 2010 mit dem Jahr 2025 lässt sich das belegen: Bei vergleichbaren Umschlagszahlen konnten rund drei Millionen Liter Diesel eingespart werden – das entspricht rund 8.000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß.

Parallel ist auf dem CTB auch die Umstellung von den konventionellen VC auf autonom fahrende, batterie-elektrische Fahrzeuge (Automated Guided Vehicle - AGV) in vollem Gange. Beim Einsatz dieser Technologie gehört der Schwesterterminal, der HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA), weltweit zu den Vorreitern. Der Prototyp, der heute weltweit standardmäßig eingesetzten elektrischen AGV wurde ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller Gottwald für den CTA entwickelt. Seit 2023 fahren dort alle AGV mit batterie­elektrischem Antrieb. Dadurch konnte am CTA der Dieselverbrauch um bis zu 6 Millionen Liter Diesel verringert werden.

Batterie-AGV, die 2009 erstmals getestet wurden, sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch weniger störanfällig. Da Komponenten wie Dieselmotor, Generator, Gleichrichter und Motorsteuerung entfallen, ist der Wartungsaufwand deutlich geringer. Eine wichtige Kennziffer für technische Transportkonzepte ist der Gesamtwirkungsgrad. Er beschreibt, zu wieviel Prozent die eingesetzte Energie in Fortbewegung umgesetzt wird. Von etwa 25% für ein diesel-elektrisches AGV konnte er auf über 70% für ein batterie-elektrisches AGV verbessert werden. Hier wird das ökonomische Prinzip hinter der Mobilitätswende deutlich: Direkter Einsatz von Elektrizität ermöglicht höhere Effizienz!

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